Häufig eingesetzte Brennstoffe sind Sägespäne, Sägerestholz, Rinde, Waldhackgut, unbehandelte Resthölzer und/oder Pellets. Ein Biomasseheizwerk besteht im allgemeinen aus folgenden Anlagenteilen: Brennstofflager, Brennstofftransporteinrichtung, Kesselbeschickung, Brenn- oder Feuerkammer, Wärmetauscher, Rauchgasreinigungszyklon, Elektrofilter, Kamin, Entaschung und Aschecontainer.
Ähnlich wie bei anderen Bioenergien (Biokraftstoffe, Biogas), hat auch die Verwendung von biogenen Festbrennstoffen Vor- und Nachteile (siehe Hauptartikel: Bioenergie):
- Die regionale/ nationale Wirtschaft wird gestärkt. Vor allem der meist strukturschwache ländliche Raum profitiert.
- Die Abhängigkeit von Energieimporten sinkt.
- Fossile Ressourcen (Erdöl, Erdgas, Kohle) werden durch Nutzung der erneuerbaren Biomasse geschont.
- Die Anwendung Erneuerbarer Energien trägt zum Klimaschutz bei.
- Der intensivierte Eingriff kann sich negativ auf das Ökosystem Wald auswirken: Dem Wald werden mit dem Holz Nährstoffe entzogen. Das gilt insbesondere für die bisher meist ungenutzten Schwachholzanteile. Eine Rückführung der Nährstoffe, die in der Asche verbleiben, ist derzeit noch nicht üblich.
- Holzressourcen, die für die stoffliche Nutzung eingesetzt werden könnten (Holzwerkstoffe, Papier), werden für Heizzwecke verbrannt, eine Kaskadennutzung findet i.d.R. nicht statt.
In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat die Verbreitung von Biomasseheizwerke stark zugenommen. Ende der 1980er nahm die Nutzung von Brennholz ab, da die vollautomatische Wärmebereitstellung durch Öl- und Gasheizung deutlich komfortabler war. Um die Nutzung von Holz zu ermöglichen, begannen einzelne Landesregierungen in Österreich, den Ausbau von Fernwärme zu fördern. Vorbildlich war hier das Land Salzburg, und so sind in Lofer, Lamprechtshausen, Bramberg usw. die ersten Biomasseheizwerke mit Fernwärme vor/um 1990 entstanden. Nachfolgend haben auch andere Regierungen wie Niederösterreich oder Bayern durch Investitionsförderungen eine wirtschaftliche Grundlage geschaffen, so dass in den genannten Bundesländern um das Jahr 2000 zahlreiche Anlagen errichtet waren.
Ab dem Jahr 2000 begannen die Regierungen der Europäischen Union den Ausbau der Biomassenutzung zu fördern. Heute sind staatliche Förderungen für den Aufbau von Biomasseheizwerken in der Höhe von bis zu 30% der Investitionen üblich. In Österreich wurden beispielsweise seither mehr als 1000 Biomasseheizwerke mit einer Kesselleistung von mehr als 500 kW errichtet, die teilweise gesamte Orte, teilweise nur Industriebetriebe mit Wärme versorgen.