Zur biogenen Herstellung von Wasserstoff in industriellen Größenordnungen dient das Dampfreformierungsverfahren („steam reforming“). Grasschnitt und sonstige pflanzliche Substanzen ("Ganzpflanzen") werden als Biomasse innerhalb einer Dampfreformer-Anlage hoch temperiertem Dampf ausgesetzt. Dabei wird nur zum Anfahren der Anlage Fremdenergie für die Dampf-Erzeugung benötigt. Während des Betriebs erfolgt die Dampf-Erzeugung mit dem Synthesegas der Zwischenstufe. Als Endprodukte entstehen im Wesentlichen Wasserstoff (mit einem Umwandlungs-Wirkungsgrad von ungefähr 78%), Kohlendioxid und Mineral-Asche. Bisher gibt es noch keine betriebsfähige Groß-Anlage, da Wasserstoff in großen Mengen noch nicht nachgefragt wird. Der Nachfrage nach Bio-Wasserstoff wird jedoch mit zunehmender Anzahl von preiswerten in Groß-Serie hergestellten Reformer-freien Strom-erzeugenden Brennstoffzellen-basierten HyO-Gebäude-Heizanlagen ein steiler Aufschwung vorhergesagt.
Der in dieser Weise industriell erzeugte Wasserstoff kann in das bestehende Gasleitungsnetz eingespeist werden. Das früher verwendete von Kokereien durch Kohlevergasung hergestellte Stadtgas enthielt ungefähr 60 Prozent Wasserstoff. Die anfallende Asche wird als Mineraldünger wieder den Bodenflächen zugeführt, die der Biomasseerzeugung dienen. Die Nutzung des Biowasserstoffs an den Endverbrauchsstellen innerhalb zu beheizender Gebäude erfolgt wegen des guten Wirkungsgrads am besten mit Brennstoffzellen, die konstruktionsbedingt nahezu lautlos ohne jegliche bewegliche Teile arbeiten. Mit dem zugeführten Wasserstoff und dem Sauerstoff aus der Umgebungsluft erzeugt die Brennstoffzelle Wärme zu Heiz-Zwecken und gleichzeitig elektrischen Strom (Kraft-Wärme-Kopplung). Im Rahmen einer KWK als „Strom erzeugende Heizung“ installierten Verbrennungsmotoren, Stirlingmotoren und Dampfmaschinen können nach einem Brennerventil-Wechsel weiterverwendet werden.