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Geothermiekraftwerk Unterhaching

Das Geothermiekraftwerk Unterhaching ist ein Erdwärmekraftwerk mit einer Leistung von ca. 3,36 Megawatt Strom und 38 Megawatt Fernwärme. Das Projekt im bayrischen Unterhaching wurde 2004 als Geothermieprojekt Unterhaching gestartet und lieferte ab 2007 Fernwärme an die Haushalte der Gemeinde.Ziel war zum einen in Deutschland erstmals das von der prinzipiellen Fündigkeit wichtige Thermalwassergebiet des Süddeutschen Molassebeckens für ein kombinierte Strom- und Fernwärmekraftwerk zu nutzen. Zum anderen kommt in der von Siemens errichteten Stromerzeugung erstmals in Deutschland der Kalina-Kreisprozess zur Anwendung, während das erste deutsche Erdwärmekraftwerk das GKW Neustadt-Klewe und das erste industrielle GKW Landau auf das herkömmliche Organic Rankine Cycle-Verfahrens setzten. Während beim ORC-Verfahren das Thermalwasser genutzt wird, um Kohlenwasserstoffverbindungen, wie Isopentan, zu verdampfen, die dann eine Turbine antreiben, wird beim Kalina-Verfahren ein Ammoniak-Wassergemisch verdampft. Das Kalinaverfahren ermöglicht prinzipiell einen höheren Wirkungsgrad, ist technisch aber noch wenig erprobt. Die Stromerzeugung wurde am 2. Juni 2009 offiziell in Betrieb genommen.Das Kraftwerk gewinnt seine Nutzwärme aus 122 Grad heißem Tiefenwasser, von dem 150 Liter je Sekunde aus einer 3.350 Meter tiefen Malmkarstschicht gewonnen werden.
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