Energie Zukunft Forum

Wasserstoff und andere erneuerbare Energien der Zukunft

Hintergrund

Bei einer Verschattungsanalyse werden mit Hilfe eines Sonnenbahnindikators oder eines dafür entwickelten technischen Gerätes sämtliche Schatten berechnet, die zu verschiedenen Tages- oder Jahreszeiten auf die Photovoltaikmodule einer Anlage fallen können. Eine detaillierte Verschattungsanalyse ist von entscheidender Bedeutung für die Leistung einer Photovoltaikanlage, da ein verschattetes Modul negative Auswirkungen auf andere Module des Stranges hat. Es ist oft wesentlich besser für die Leistung, ein paar verschattete Flächen frei zu lassen und nicht mit Photovoltaikmodulen zu bestücken.

Da die Spannung von Solarzellen sehr gering ist (etwa 0,5V) werden in einem Photovoltaikmodul bis zu 72 Stück in Reihe geschaltet. Zudem werden bei einer Photovoltaikanlage meistens noch mehrere Module in Reihe geschaltet, wodurch die Spannung weiter erhöht wird. Grund dafür ist, dass sich die netzgekoppelte Anlage an die Netzspannung von 230 V anpassen muss.

Wird nun eine Solarzelle oder ein Teil eines Moduls verschattet, so hat dies negative Auswirkungen auf alle anderen Module in diesem Strang. Dabei ist aber weniger der Spannungsabfall des verschatteten Moduls entscheidend, sondern dass das Modul kaum noch oder gar keinen Strom mehr produziert und sich wie eine in Sperrrichtung geschaltete Diode verhält. Die Stromstärke in dem verschatteten Modul fällt ab und damit zugleich die Stromstärke in dem gesamten Strang. Man spricht hier auch von „Gartenschlaucheffekt“, drückt man den Schlauch an einer Stelle zu, kommt hinten weniger Wasser raus.

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