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Wasserstoff und andere erneuerbare Energien der Zukunft

Wasserkraftschnecke

Eine Wasserkraftschnecke ist eine technische Anlage zur Energiegewinnung mittels Wasserkraft.Prinzipiell kann man eine Wasserkraftschnecke als energetische Umkehr der Archimedischen Schraube bezeichnen. Dabei können Wasserläufe mit geringen Wassermengen (5 Kubikmeter pro Sekunde), die einen geringen Höhenunterschied zu überwinden haben (bis ca. 10 Meter), zur Energiegewinnung genutzt werden. Die Schnecke, die mit einer riesigen Schraube vergleichbar ist, wird schräg, in Wasserfließrichtung nach unten gerichtet im Flussbett eingebracht. Das Wasser versetzt dann, während es den Gewindegang hinunterfließt, die Schnecke in eine Drehbewegung. Da die Steigung der Schnecke relativ gering ist, dreht sich die Schnecke verhältnismäßig langsam (20 bis 80 Umdrehungen pro Minute). Am oberen Ende der Schnecke befindet sich ein Generator, gegebenenfalls noch mit einem zwischengeschalteten Getriebe.Der Vorteil von Wasserkraftschnecken liegt in guter Verträglichkeit von Wassermengenschwankungen (ab 0,1 Kubikmeter pro Sekunde), Treibgutverträglichkeit und fischschonender Wasserförderung. Im Gegensatz zu Turbinen bei Laufwasserkraftwerken reicht ein geringer Höhenunterschied der beiden Wasserstände aus. Es sind keine Feinrechenanlagen nötig. Im Vergleich zum Wasserrad kann ein besserer Wirkungsgrad erzielt werden.Die weltgrößte Wasserkraftschnecke steht im österreichischen Kindberg. Weitere Wasserkraftschnecken stehen im bayerischen Kiefersfelden und Mühlen in Taufers, im obersteirischen Niklasdorf und niederösterreichischen Lunz am See und in Freiburg im Breisgau an der Dreisam (seit 2008). (Quelle: BEA Electrics)Der Erfinder der Wasserkraftschnecke ist der Ingenieur Karl-August Radlik (1912–2001). Das Patent mit der Nr. DE 4139 134 C2 wurde vom Deutschen Patentamt am 4. Dezember 1997 als erteilt veröffentlicht.Die weltweit erste Wasserkraftschnecke wurde 1995/1996 an der TU Prag getestet und danach vom Förderverein Wind- und Wasserkraft Ostalb e. V. eingesetzt. Sie läuft seit 1997 an der Oberen Schlägweidmühle in Bopfingen-Aufhausen.
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